Dunstabzugshauben Wissen

Dunstabzugshaufe Begriffe und HilfeIm Dunstabzugshauben Test unterscheiden sich die Modelle durch viele Details, deren Bezeichnung oft unklar ist. Auch die Hersteller selbst werben mit Bezeichnungen, die oft blumig klingen, aber deren konkrete Bedeutung häufig offen bleibt – sofern man sich mit Dunstabzugshauben nicht intensiv beschäftigt. Diese Mühe möchten wir Ihnen abnehmen.

Damit Fachwörter und Marketingbezeichnungen Sie rund ums Thema Dunstabzugshaube nicht irritieren, listen wir hier zentral einige besonders wichtige und für den Verbraucher häufig unklare Begriffe auf. Natürlich hat jeder unterschiedliche Vorkenntnisse, sodass Selbstverständlichkeiten für den einen ein interessanter Wissensgewinn für den anderen ist.

Alphabetisch sortiert können Sie direkt den Begriff heraussuchen, dessen Bedeutung Sie kennenlernen möchten, ohne unnötige Erklärungen zu anderen Bezeichnungen zu lesen. So können Sie den Dunstabzugshauben Test exakt nachvollziehen und selber entscheiden, welche Gerätedetails Ihnen am wichtigsten sind.

Die wichtigsten Fachwörter – schnell erklärt

  • Abluftbetrieb: Hierbei saugt die Dunstabzugshaube die Luft über dem Herd ein, filtert möglichst viel Fett durch Metallfilter heraus und  leitet die Abluft mit den verbliebenen Geruchsmolekülen, Restfeuchte und Abwärme durch das Abluftrohr ins Freie, entweder direkt durch die Außenwand oder durch einen Luftschacht. Bei Abluftbetrieb filtert die Haube keine Gerüche aus der Luft, sodass diese vollständig nach draußen geleitet werden.
  • Abluftrohr: Führt die Abluft aus der Dunstabzugshaube nach draußen. Aufgesetzt wird es auf dem dafür vorgesehenen Abluftstutzen der Haube. Der Durchmesser eines solchen Rohrs beträgt in der Regel 150 mm, teilweise auch 120-125 mm. Falls der Abluftstutzen einen größeren Durchmesser besitzt, kann dieser in der Regel verkleinert werden, damit er zum Rohrdurchmesser passt. Allerdings ist zu beachten, dass die Haube schwächer und lauter wird, je geringer der Durchmesser des Abluftrohres ist.
  • Abluftstutzen: Siehe Abluftrohr
  • Clean-Air-Umluftmodul (Siemens Bezeichnung): Bezeichnet eine neue Generation Geruchsfilter bei Siemens Dunstabzugshauben, die einen Umluftbetrieb ermöglichen. Durch eine vergrößerte Filterfläche soll dieses Modul laut Herstellerangaben bis zu 95 Prozent der Gerüche neutralisieren und damit um etwa 25 Prozent besser arbeiten als herkömmliche Umluftlösungen.
  • Dunstabzugshaube: Gesamtbezeichnung für ein aus verschiedenen Komponenten zusammengesetztes Gerät, das dazu dient, Luft und Dunst über einer Kochstelle anzusaugen, daraus bestimmte Komponenten (Fett und/oder Gerüche) herauszufiltern und die entsprechend gereinigte Luft anschließend entweder ins Freie (siehe Abluftbetrieb) oder in die Küche (siehe Umluftbetrieb) abzuführen.
  • Geruchsfilter: Wird zusätzlich zum Fettfilter bei Umluftbetrieb benötigt. Da die Luft bei dieser Verwendungsart wieder ins Innere des Raumes geleitet wird, muss sie nicht nur von Fetten, sondern auch von möglichst vielen Gerüchen befreit werden. Der Geruchsfilter besteht in aller Regel aus Aktivkohle und muss regelmäßig ausgetauscht werden.
  • Fettfilter: Reinigt innerhalb der Dunstabzugshaube die Luft von Fett. Die Fettfilter sind sowohl bei Umluft- als auch bei Abluftbetrieb in Funktion. Fettfilter können Vliesmatten oder Metallsiebe sein. Metallsiebe sind sehr verbreitet und bieten den Vorteil, dass sie waschbar sind. Ob sie auch spülmaschinengeeignet sind, haben wir im Dunstabzugshauben Test zum jeweiligen Modell angegeben. Die metallischen Fettfilter sind häufig aus Aluminium hergestellt. Die Filter müssen regelmäßig ausgetauscht bzw. gereinigt werden, um einwandfreie Funktion zu ermöglichen (je mehr Fett sich ansammelt, desto mehr sinkt die Saug- und Reinigungswirkung) und um vor Brandgefahr durch Fettablagerungen zu schützen.
  • Flachschirmhaube: Abwandlung einer klassichen Unterbauhaube, bei der die waagerechte Ansaugfläche in zwei Abschnitte unterteilt ist, deren vorderer Abschnitt sehr flach ist (daher der Name). Aufgrund seiner geringen Bauhöhe kann der vordere Abschnitt bei Nichtbenutzung nach hinten eingeschoben werden und braucht nur zur Benutzung nach vorne herausgezogen zu werden. Dadurch hat man bei der Benutzung eine große, vollständige ausgefahrene Ansaugfläche, und bei Nichtbenutzung und nach hinten geschobenem Vorderteil eine geringe Bautiefe, da die Ansaugfläche hinter in der Frontlinie des Küchenschranks verschwindet. Bei manchen Modellen kann der vordere Teil, wenn er eingeschoben ist, auch noch nach oben geschoben werden, sodass er hinter der Schrankblende gar nicht mehr zu sehen ist.
  • Hybrid-Haube: Dunstabzugshauben, die nicht nur grundsätzlich im Abluftbetrieb als auch im Umluftbetrieb funktionieren (das bieten die meisten heute erhältlichen Modelle), sondern die ihre Betriebsart Abluft/Umluft einfach per Knopfdruck wechseln. Das ist z.B. sinnvoll, wenn z.B. bei kalten Temperaturen keinen Abluftbetrieb nutzen möchte, weil durch den (dann geöffneten) Abluftkanal die geheizte Innenluft nach draußen gelangt.
  • Insel-Esse: Siehe Inselhaube.
  • Inselhaube: Dunstabzugshaube, die an der Decke über der Kochstelle aufgehängt ist. Weil diese Montageform typisch für Kochinseln ist, hat sich dieser Begriff eingebürgert.
  • Intensivstufe: Eine Intensivstufe ergänzt die normalen Lüfterstufen und eignet sich speziell zum kurzzeitigen starken Absaugen, wenn hoher Fett-/Wasserdampf und starke Gerüche anfallen.
  • Kaminhaube: Klassische Form einer Wandhaube (siehe dort), deren Ansaugfläche waagerecht verläuft. Da die Bauweise der Optik eines Kamins entspricht, hat sich diese Bezeichnung durchgesetzt.
  • Kopffreihaube: Bauart einer Dunstabzugshaube, bei der die Ansaugfläche schräg gehalten ist. Dadurch hat man mehr “Kopffreiheit” über der Kochstelle, wodurch der Name entstanden ist.
  • Lüfterbaustein: Wird wie eine Unterbauhaube in einen Hängeschrank über dem Kochfeld montiert, befindet sich jedoch vollständig im Schrank, mit dem er bündig an der Unterseite abschließt.
  • Lüfternachlauf: Funktion, bei der der Abluft- bzw. Umluftbetrieb noch für eine festgelegte Zeit weiterläuft, nachdem man die Haube bereits ausgeschaltet hat. So kann man z.B. die Küche verlassen, aber noch weiter Reste an Wrasen und Gerüchen absaugen, bis sich das Gerät automatisch abschaltet. Eine Lüfternachlauf ist nur selten ein Ausstattungsmerkmal. Je nach Modell kann man die Dauer des Lüfternachlaufs noch zeitlich.
  • Lüfterstufen: Die Ventilatoren, die die Luft in die Absaughaube strömen lassen, können bei fast allen Dunstabzugshauben in mehreren Intensitätsstufen arbeiten. Erfahrungsgemäß genügen drei Stufen. Nur wenige Modelle bieten zusätzlich eine sogenannte Intensivstufe (im Test nur das Modell von Siemens). Siehe unter “Intensivstufe”.
  • Luftfördermenge: Wie viel Luft eine Dunstabzugshaube pro Stunde maximal absau­gen oder umwälzen kann, gibt dieser Wert an. Um grob auszurechnen, welche Fördermenge benötigt oder sinnvoll ist, gibt es folgende Faustformel: 10 x Küchenfläche (qm) x Wandhöhe (m). Beispiel: Eine Küche mit 10 qm mit 2,50 m Wandhöhe ergibt 10 x 10 x 2,5 = 250. Eine wirkungsvolle Haube sollte daher möglichst 250 Kubikmeter Luft pro Stunde oder mehr leisten.
  • Nachlauf: Siehe Lüfternachlauf.
  • Sättigungsanzeige: Signalisiert – z.B. durch eine Warnlampe – dass der Fettfilter gereinigt werden muss.
  • Teleskophaube: Siehe Flachschirmhaube
  • Umluftbetrieb: Bei dieser Methode wird von der Ablufthaube angesogene und gereinigte Luft wieder in den Raum zurückgeleitet. Nach Durchlaufen des Fettfilters, der bei jeder Dunstabzugshaube installiert ist, wird die Luft zusätzlich noch durch einen Geruchsfilter geführt. Als Geruchsfilter werden immer Kohlefilter verwendet (Aktivkohle), die zusätzlich zu den Metallfiltern an einer separaten, dafür vorgesehenen Stelle eingesetzt werden und regelmäßig erneuert werden müssen. Umluftbetrieb ist weniger wirksam als Abluftbetrieb, besonders weil die verbrauchte Luft nicht einfach nach draußen geleitet und somit nicht komplett aus dem Raum entfernt werden kann. Per Umluft Dunst abzusaugen ist daher vor allem dann sinnvoll, wenn ein Abluftschaft ins Freie nach draußen nicht oder nur unter großen Umständen installiert werden kann.
  • Unterbauhaube: Bauart einer Dunstabzugshaube, die an der Unterseite eines Hängeschranks (sog. “Wrasenschrank”) angebracht wird.
  • Wand-Esse: Andere Bezeichnung für Wandhaube (siehe dort).
  • Wandhaube: Bezeichnet Dunstabzugshauben, die an der Wand über der Kochstelle montiert sind. Wandhauben unterteilt man in Kaminhauben und Kopffreihauben.
  • Wrasen: Andere Bezeichnung für Dunst aller Art.
  • Wrasenabzug: Fachbegriff für Dunstabzugshaube.
  • Wrasenschrank: Bezeichnung für einen Hängeschrank, der eine geringere Höhe als andere Hängeschränke derselben Möbelserie besitzt, speziell damit unter ihm eine Unterbauhaube montiert werden kann.
  • Zwischenhaube: Bauweise, bei der sich die Ansaugfläche senkrecht hinter einer Frontblende (also “zwischen” Wand und Blende) befindet. Indem man die Blende unten nach vorne zieht und dadurch etwas hochklappt, legt man die Ansaugfläche frei. Die Innenseite der Blende und die Ansaugfläche dienen dann als eine Art Trichter beim Ansaugen der Luft. Bei manchen Bauweisen wird die Lüftung und/oder eine Beleuchtung durch das Vorklappen der Blende bereits aktiviert.